top of page

ANNA FISCHER-HUSEMEYER
FOTOGRAFIE

AS LEGS GO BY

BERLIN EXITS

STILLE WELTEN

INDIVIDUELLE ARBEITEN

TRIPTYCHON

BIOGRAFIE

Die in Ostwestfalen geborene Künstlerin studierte zunächst an der Pädagogischen Hochschule in Münster Kunsterziehung. Nach einem Ausflug in das Fach Goldschmiede lebt sie seit Anfang der 70er Jahre in Berlin und studierte hier bei Prof. Fridjof Schliephacke Produktdesign an der Hochschule für bildende Künste, jetzt UdK.

Nach einer längeren Tätigkeit als Ergotherapeutin arbeitete sie während eines fünfjährigen Aufenthaltes auf Ibiza mit Mode und Schmuck und nach ihrer Rückkehr nach Berlin mit Stoff und Farbe auf Holz (Paravents).

Zur Fotografie kam sie 1989 durch eine russische Secondhand-Kamera und fand schnell zu ihrem bevorzugten Genre, dem Stillleben.

Die Arbeit mit der Kamera ist für sie die beste Möglichkeit, kreativ zu arbeiten. Sie stellte ihre Arbeiten in Galerien und auf verschiedenen Kunstmärkten aus. Eine Augenerkrankung hindert sie seit einigen Jahren, ihrer Leidenschaft für die Fotografie weiter nachzugehen.

AUSSTELLUNGEN

 2008

6. Open Air Gallery, Oberbaumbrücke, Berlin

Kunstmarkt im Botanischen Garten, Berlin 

„the open gallery“, Gruppenausstellung, aff – atelier freier fotografen, Berlin

2009

„Stille Welten“, Einzelausstellung, bildkreisel.de, agentur&galerie, Berlin

„Tulpenflug“, Einzelausstellung, designbogen, Berlin

Kunstmarkt am Chamissoplatz, Berlin

Kunstmarkt im Botanischen Garten, Berlin

7. Open Air Gallery, Oberbaumbrücke, Berlin

2011​

Kunstauktion, Galerie Berlin Avantgarde 

2012

„Jungbrunnen“, Gruppenausstellung, Berlin Avantgarde

2013

„Ganz nebenbei“, Einzelausstellung, Rathaus Steglitz, Kulturamt Steglitz-Zehlendorf

2014

„Kunstvisite“, Gruppenausstellung, Charité Campus Benjamin Franklin, Charité und Kulturamt Steglitz-Zehlendorf

2014/15

Einzelausstellung, Tenyer Reha, Praxis für Ergotherapie, Berlin

 

2016

„Kunstboulevard“, Gruppenausstellung, Kulturamt Steglitz-Zehlendorf

REZENSIONEN

Die Fotos von Anna Fischer-Husemeyer

Es ist schon nicht ganz einfach, atemberaubende Landschaften und Traum-Kulissen effektvoll auf ein Foto zu bannen. Zumal im Zeitalter des Fotoshops der Betrachter von schönen Menschen, umgeben von einem perfekten Ambiente, überschwemmt wird. Denn beinahe jedes Werbefoto wird nach allen Regeln der Kunst retuschiert. Den guten alten Schnappschuss gibt es nur noch als makellose Inszenierung.

Doch nicht so bei Anna Fischer-Husemeyer. Sie hat den Blick für den einen, den besonderen Moment und versteht es, im richtigen Moment ohne Stativ mit ruhiger Hand den Auslöser zu drücken. Ihre Bilder sind im wahrsten Sinne des Wortes echt und pur, ohne Schnickschnack entstanden. Ihre Motive findet sie weniger in exotischer Umgebung, sondern im normalen Lebensalltag. Dabei sucht sie nicht nach idyllischen Szenarien, wie z.B. liebevoll gestalteten Berliner Hinterhöfen. Sie hält Ausschau nach vordergründig unscheinbaren Orten, die von den meisten Menschen eher unbeachtet bleiben.

Ein einzelner hoher Baum mit schütterem Laub, aufgenommen vor einer kahlen Hauswand, erhält durch die spezielle Schattenbildung eine lebendige Tiefe, eine geradezu mystische Wirkung, die den Betrachter in den Bann zieht und den wahren Ursprungsort des Bildes in den Hintergrund treten lässt. Diesen Effekt erzielen viele ihrer Bilder. Winterbäume wetteifern mit ihrem knorrigen Geäst vor geometrischen Zäunen um die Schönheit ihrer Struktur. Untermalt wird dies durch einen stahlblauen Himmel und die sandgelbe Hauswand, so dass eher das Farb-Gefühl einer Meerlandschaft entsteht.

Oder der … in einen kleinen zerklüfteten Stein gesteckte Zweig, (der) eher an ein in Ockerfarben getauchtes Meisterwerk aus Rembrandts Zeiten erinnert als an eine Fotografie.

Dieses meisterhafte Spiel mit Licht, Schatten und Bewegung gelingt Anna Fischer-Husemeyer auch mit anderen Motiven. Vielfach zeigt sie nur Ausschnitte. … Häufig muss der Betrachter zweimal hinschauen, bis er hinter das Geheimnis des Bildes kommt. 

Mit den eingefangenen Bewegungen kann die Fotografin kleine Geschichten erzählen: Den junge Vater mit seinen beiden Kindern sehen wir nur von hinten. Sie steigen aus dem U-Bahn-Schacht und springen geradezu dem Himmel, dem Abenteuer entgegen. 

Szenenwechsel: Ein grau gepflasterter Platz in Berlin. Wir sehen, wieder von hinten, eine nach vorne gebeugte Frau. Alles deutet auf die Einsamkeit, auf das Alleinsein eines selbstversunkenen Menschen hin. Aber das sie umgebende Umfeld bleibt ein Geheimnis.

Ich freue mich schon heute auf die nächste Bilderkollektion von Anna Fischer-Husemeyer und bin gespannt auf die im Foto eingefangenen Geheimnis- und Rätselwelten der Künstlerin.

Katharina Genau-Zweifel, 2015

As legs go by…

…ein Bild aus ihrer digital fotografierten Serie „As legs go by…“: Beine scheinen quer über eine Leinwand zu gehen. Diese Arbeiten, die unter anderem während diverser Galeriebesuche entstanden, sind auf den ersten Blick so verschieden von ihren analog fotografierten Stillleben und Details, dass es nicht einfach scheint, das Verbindende darin zu erfassen. Doch es gibt etwas, das viele ihrer Arbeiten vereint: die Aura des Geheimnisvollen, die durch das Weglassen bestimmter Informationen des Umfeldes entsteht, und es ist der malerische Eindruck, den sie hinterlassen.

Häufig hört sie die Feststellung, ihre Fotos sähen aus als seinen sie mit der Kamera gemalt. Damit kann sie sich identifizieren…

Kontakt

KONTAKT

Für Anfragen bitte das Formular ausfüllen.

Ich melde mich so bald wie möglich zurück.

bottom of page